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143 368 Medien auf einen Klick
Der Vorteil liegt auf der Hand, aus satten 143 132 Medien kann der Leser der
angeschlossenen Bibliotheken in Unterfranken auf www.finduthek.de auswählen.
Der gemeinsame Katalog unterfränkischer Bibliotheken www.finduthek.de macht's
möglich: Einfach per Mouse-Click das gewünschte Buch, die gesuchte CD, Videos
oder Spiele bestellen. Geliefert wird in die Heimat-Bücherei.
Sieben Bibliotheken sind derzeit an den gemeinsamen Medien-Katalog für
Unterfanken angeschlossen: Niederwerrn, Berg- und Grafenrheinfeld, Gerolzhofen,
Lohr, Hammelburg und Wildflecken. Ein kleiner Kreis, der sich schon seit Jahren
immer wieder trifft, Erfahrungen austauscht, Aktionen aufeinander abstimmt. Seit
Anfang des Jahres ist der gemeinsame Katalog des Bibliothekverbunds im Netz. Ein
Pilotprojekt im Freistaat.
Auf www.finduthek.de kann jeder, der einen Leserausweis der angeschlossenen
Büchereien hat, in deren Bestand suchen. Was die eine Bücherei nicht hat, ist
bei der anderen vielleicht zu haben. Das Ergebnis der Stichwortsuche zeigt
gleichzeitig an, wo das gewünschte Buch oder Video zu haben ist, ob es bereits
ausgeliehen ist und wenn ja, bis wann. Ebenfalls online kann das Medium direkt
bestellt werden. Die betreffende Bücherei bekommt den "Auftrag" per E-Mail
gemeldet und schickt das Gewünschte, gegen eine Gebühr zwischen 1,50 und 2,50
Euro, an die Heimatbücherei des Lesers.
Der Vorteil für ihn: statt aus 15 000 Medien, wie sie beispielsweise die
Gemeindebibliothek in Niederwerrn bietet, kann der Leser aus über 143 000 Medien
wählen. Angeboten wird alles, ausgenommen DVD's. Der Vorteil für die
Bibliotheken: Sie werden Dank des erweiterten Angebots noch attraktiver. Denn:
"Heute kann nicht jede Bibliothek alles haben", sagt Michaela Hettrich, Leiterin
der Gemeindebibliothek Niederwerrn.
Ein Anfang ist gemacht, so Heike Kettemer von der Bibliothek Wildflecken. Sie
ist die treibende Kraft hinter dem Projekt, das im Freistaat bislang einzigartig
ist und, zugegebenermaßen, noch in den Kinderschuhen steckt. Bisher ist die
FindUthek, die Anfang des Jahres ans Netz ging, nur ein gemeinsamer Katalog,
keine eigene Homepage auf der die Büchereien eigenen Inhalte ins Netz stellen
könnten:
zum Beispiel Veranstaltungshinweise.
Um das Angebot ausbauen zu können, ein Konzept und die technischen
Voraussetzungen entwickeln zu lassen, brauchen die Bibliotheken Geld. Wie viel,
weiß Kettemer noch nicht. "Wir fischen da im Moment noch im Trüben, sind noch im
Planungsstadium." Man will sich nun konkrete Angebote machen lassen. Von der
Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen wurde ein Zuschuss bis zu
50 Prozent in Aussicht gestellt. Ob die Gemeinden den anderen Part finanzieren
können und wollen, steht noch in den Sternen. Kettemer weiß, "viele Gemeinden
sind heuer nicht gerade finanziell auf Rosen gebettet".
Was sich in Unterfranken entwickelt, wünscht sich Klaus Dahm von der
Landesfachstelle in der Bayerischen Staatsbibliothek für den ganzen Freistaat,
kleine regionale Verbund-Angebote. Denn: Im Bayerischen Bibliotheksverbund, dem
Universitäten und große Bibliotheken angeschlossen sind, sucht man die
öffentlichen Büchereien vergeblich. Ein Grund: Die Fernleihe ist für viele
kleine Büchereien zu teuer. Mit der Regionalisierung allerdings können auch sie
einem kleineren, begrenzten Leserkreis den zusätzlichen Service eines
Medien-Pools bieten.
Dass sich dem Projekt weitere der 104 Bibliotheken Unterfrankens anschließen,
wünschen sich seine Initiatorinnen. Dann wird das Angebot das, was es einmal
werden will: Leser-Service für ganz Unterfranken.
www.finduthek.de
Quelle:
Main-Post.de
/ 05. Mai 2003
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